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Die Lohneinheit der weltlichen Wohltätigkeitsorganisation Arbeitwohlfahrt, Arbeitgeberverband AWO Deutschland, ist ein Vorgänger der 2004 aufgelösten AWO-Bundesarbeitgeberorganisation. Tarifverträge des neuen Arbeitergeberverbandes sind für regionale und lokale AWO-Mitgliedsverbände nicht mehr bindend. Nach einer Änderung des Entsendegesetzes aus dem Jahr 2009 ist es nicht erforderlich, eine Vereinbarung über mehrere Arbeitgeber zu verlängern, um einen Mindestlohn für Beschäftigte im Gesundheitswesen festzulegen. Im Mai 2010 genehmigte das Bundesarbeitsministerium vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2014 einen Mindestlohn (8,50 Euro in Westdeutschland/7,50 Euro in Ostdeutschland) für Hilfspflegekräfte, mit Ausnahme von Pflegekräften in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren. Es wird eine Lohnerhöhung von 0,25 Cent pro Stunde pro Jahr geben. Die Genehmigung beruhte auf der Entscheidung einer Lohnkommission, die vom Ministerium aus VKA, Arbeitgeberverband Pflege, AWO, kirchlichen Dienstleistern und verdi eingesetzt wurde. Es gibt mehrere Organisationen, die Arbeitgeber in gesundheitspolitischen fragenden und ausbildungspolitischen Fragen vertreten, aber diese Organisationen sind nicht an Tarifverhandlungen beteiligt.

Insgesamt konkurrieren Organisationen in Bezug auf Mitgliedschaft und politischen Einfluss. Nach DKI-Daten (Tabelle oben) sind die meisten privaten Krankenhäuser durch Vereinbarungen mit einem Einzigen Arbeitgeber abgedeckt. Eine sektorale Lohnvereinbarung auf nationaler Ebene ist nicht mehr in Kraft. BDPK und ver.di hatten zuvor Branchenvereinbarungen getroffen. Seit 2006 sind die Gespräche jedoch gescheitert. BDPK wandte sich an DHV (2006) und DHV/Medsonet (2008) für den Abschluss von Arbeitszeitverträgen. Einige regionale BDPK-Mitgliedsverbände haben sich für die Abwicklung von Tarifverträgen mit DHV/medsonet oder ver.di/dbb entschieden. In den meisten Fällen beschränken sich Die Vereinbarungen mit einem Arbeitgeber auf Lohnfragen und Arbeitszeiten. Unternehmensvereinbarungen, die einen breiteren Anwendungsbereich von Bestimmungen regeln, nehmen häufig TVöD-Pflege/Tdl-Pflege als Referenz an.

Der von Helios Kliniken und ver.di 2007 geschlossene Betriebsvertrag kann als eher außergewöhnlicher Fall angesehen werden. Darüber hinaus enthält es eine Vereinbarung über die Ausbildung, die speziell auf die berufliche Entwicklung und die Lohnerhöhung des Pflegepersonals abzielt. Außerdem wird in einer Rahmenvereinbarung Einstellungsprobleme behoben, indem sie einen befristeten Zuschlag von 100 Euro für weibliche Rückkehrerinnen für Kinderbetreuungsdienste vorsieht. Der Bereitschaftsdienst wird laut TvöD abgerechnet; Arbeitnehmer, die Nachtschichten und rotierende Schichten durchführen, haben jedoch Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist die größte in diesem Sektor tätige Gewerkschaft. Im Jahr 2009 hatte die DGB-Mitgliedsorganisation 2.138 200 200 Mitglieder (Beschäftigte und Beamte) in einem breiten Spektrum von privaten und öffentlichen Sektoren. Im Gesundheitswesen ist Ver.di an Tarifverhandlungen auf branchenübergreifender, sektoraler und betrieblicher Ebene beteiligt. Bei den privaten Krankenhaus- und Klinikbeschäftigten gibt es eine Rahmenvereinbarung von BDPK und DHV/medsonet über die Arbeitszeit und das Renumerationssystem, aber in den meisten deutschen Regionen gibt es keine Lohnvereinbarungen für mehrere Arbeitgeber.