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7. Im Jahr 2011 erließ die Kommission drei Entscheidungen, mit denen alle Räumlichkeiten der Deutschen Bahn AG und mehrerer ihrer Tochtergesellschaften inspiziert wurden (DB Mobility Logistics AB, DB Netz AG, DB Energie GmbH, DB Schenker Rail GmbH, DB Schenker Rail Deutschland AG und Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (im Folgenden “Deutsche Bahn” genannt) oder die Klägerinnen. Die Deutsche Bahn ist ein Unternehmen, das im innerstaatlichen und grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr sowie in der Logistik und der Erbringung von Nebenleistungen im Eisenbahnverkehr tätig ist. 92. Außerdem ist die Verwendung von Informationen, die nicht in den Geltungsbereich der Kontrollentscheidung fallen, grundsätzlich verboten. Wie im Urteil Dow Benelux/Kommission dargelegt, können jedoch dokumente, die bei einer Inspektion zufällig und in keinem Zusammenhang mit der Inspektion gefunden wurden, zur Einleitung einer neuen Untersuchung verwendet werden. 64. Dies sollte bei der Lektüre von Artikel 28 der Verordnung Nr. 1/2003 nicht vergessen werden. Eine der Grundanliegen dieser Bestimmung ist es, die Kommission daran zu hindern, “in die Fischerei zu gehen”, indem sie den Vorwand einer laufenden Untersuchung eines möglichen Verstoßes gegen die Wettbewerbsregeln angeht. Die Kommission kann keine anderen Beweise für mögliche Verstöße gegen die Wettbewerbsregeln der Union als diejenigen, die sich auf den Gegenstand der Untersuchung beziehen, einzuholen. 51. Meiner Meinung nach stellt aus den oben genannten Gründen die bloße Tatsache, dass die gerichtliche Kontrolle im Nachhinein stattfindet, keinen Verstoß gegen das Recht auf wirksamen rechtsschutzlichen Rechtsschutz dar.

82. Dies ist eindeutig nicht die Art der Praxis, die der Gerichtshof mit dem Urteil Dow Benelux/Kommission genehmigen wollte. Meiner Meinung nach gibt es keinen Unterschied zwischen einem Fall, in dem die Kommission eine Inspektion ohne gültige Entscheidung einleitet, und einem Fall, in dem sie auf der Grundlage einer gültigen Entscheidung handelt, aber nach Informationen über eine andere Untersuchung sucht, die nicht Gegenstand dieser Entscheidung ist. 9. Bei den Inspektionen fanden die Kommissionsinspektoren in den Räumlichkeiten der Deutschen Bahn Unterlagen, die nach Angaben der Kommission auf ein anderes wettbewerbswidriges Verhalten hinweisen könnten (im Folgenden “DUSS-Dokumente” genannt), und folglich wurde der Deutschen Bahn am 31. März 2011 ein weiterer Inspektionsbeschluss (im Folgenden “Zweiter Kontrollbeschluss”) mitgeteilt, während die erste Inspektion noch im Gange war. Die zweite Überprüfungsanordnung betraf mutmaßliche Wettbewerbsverstöße der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (im Folgenden “DUSS”) durch strategische Nutzung der von der Deutschen Bahn verwalteten Infrastruktur (4) (im Folgenden die “zweite vermutete Zuwiderhandlung”).